Versicherung für Expats

Versicherungen für Expats in der Schweiz

Unabhängige Orientierung zu Krankenversicherung, Privathaftpflicht, Hausrat, Familienschutz und langfristigen Versicherungsentscheiden für internationale Haushalte in der Schweiz.Finden Sie schnell die Bereiche, die heute zu Ihrem Haushalt passen — ob Sie neu in der Schweiz sind oder schon seit Jahren hier leben.Eigene Situation erkunden

Überblick

Versicherungen für Expats: kurz erklärt

Kurz gesagt

Wer in der Schweiz lebt, braucht in der Regel mehrere Ebenen von Versicherungsschutz — nicht ein einzelnes «Expat-Paket». Die Grundversicherung ist für die meisten Personen mit Wohnsitz obligatorisch. Die Unfalldeckung richtet sich nach der Erwerbssituation. Privathaftpflicht und Hausrat sind meist freiwillig, im Alltag aber sehr verbreitet. Zusatzversicherungen, Rechtsschutz, Todesfallschutz und langfristige Vorsorge hängen von der persönlichen Situation ab.

Wer bereits länger hier lebt, steht selten vor der Frage, was neu abzuschliessen ist. Wichtiger ist, ob die bestehenden Verträge noch zu Gesundheit, Familie, Anstellung, Wohnkanton und langfristigen Plänen passen.

Was das bedeutet

Diese Pflichten richten sich nach Wohnsitz, Erwerbssituation, Fahrzeug, Eigentum oder kantonalen Regeln — nicht nach der Nationalität.

Persönlicher Leseweg

Was ist für Ihre Situation wichtig?

Wählen Sie aus, was Ihre Situation beschreibt. Sie sehen danach, welche Bereiche des Schweizer Versicherungssystems Sie zuerst lesen sollten. Dies ist eine Lesehilfe, keine Produktempfehlung.

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Wählen Sie eine oder mehrere Situationen für Ihren persönlichen Lesepfad.

Einordnung

Welche Versicherungen brauchen Expats in der Schweiz?

Grundversicherung (KVG)Für die meisten obligatorischDie Leistungen sind gesetzlich festgelegt.
UnfallversicherungJe nach ErwerbssituationDie Deckung hängt von der Erwerbssituation ab. Die geltenden Regeln stehen im Abschnitt zur Unfallversicherung.
PrivathaftpflichtIn der Regel freiwilligDeckt Ansprüche Dritter bei unabsichtlich verursachten Schäden. Im Mietverhältnis oft erwartet.
HausratIn der Regel freiwilligSchützt bewegliche Sachen gegen versicherte Gefahren. Kantonale Vorgaben können abweichen.
Zusatzversicherung (VVG)FreiwilligVertragliche Zusatzleistungen. Bedingungen, Leistungen und Aufnahme unterscheiden sich von der Grundversicherung.
Motorfahrzeug-HaftpflichtObligatorisch, wenn zutreffendErforderlich bei der Immatrikulation eines Fahrzeugs.
Todesfall- und EinkommensschutzSituationsabhängigRelevant, wenn Partnerin, Partner, Kinder, eine Hypothek oder der Haushalt von einem Einkommen abhängen.
Säule 3aFreiwilligEin freiwilliger Bereich der langfristigen Planung für berechtigte Personen mit Schweizer Erwerbseinkommen.

Was konkret gilt, hängt von Aufenthaltsstatus, Erwerbssituation, Kanton, Wohneigentum und persönlichen Umständen ab.

Eine ausführlichere Einordnung finden Sie in welche Versicherungen in der Schweiz obligatorisch sind sowie in welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind.

Krankenversicherung

Krankenversicherung für Expats in der Schweiz

Die Versicherungspflicht knüpft am Wohnsitz an, nicht an der Nationalität. Für die meisten Personen mit Wohnsitz in der Schweiz ist die Grundversicherung obligatorisch. Die Leistungen sind gesetzlich festgelegt; Prämien, Modelle, Franchisen und Service unterscheiden sich hingegen. Wie das System aufgebaut ist, zeigt die Funktionsweise der Schweizer Krankenversicherung.

Grundversicherung (KVG)

  • Der gesetzliche Leistungskatalog ist bei allen Versicherern identisch.
  • Zugelassene Versicherer müssen Anträge für die Grundversicherung annehmen.
  • Die Grundversicherung ist individuell — es gibt keinen Haushaltsvertrag.
  • Versicherer, Modell, Franchise und Unfalleinschluss können pro Person unterschiedlich sein.
  • Die Prämie hängt unter anderem vom Versicherer, von der Prämienregion bzw. vom Kanton und von der Altersgruppe ab.

Welche Franchise soll ich wählen?

  • Für Erwachsene beträgt die ordentliche Franchise CHF 300, sofern keine höhere Franchise gewählt wird.
  • Über der Franchise beträgt der Selbstbehalt in der Regel 10 Prozent der weiteren Kosten.
  • Der jährliche Selbstbehalt ist bei Erwachsenen auf CHF 700 begrenzt.
  • Für Kinder gelten eigene Franchisestufen und tiefere Höchstbeträge bei der Kostenbeteiligung.

Welche Stufe passt, hängt von der erwarteten Inanspruchnahme und davon ab, was der Haushalt in einem ungünstigen Jahr problemlos tragen kann. Die Rechnung erklärt die Franchise einfach erklärt.

Standard, Hausarzt, HMO oder Telmed?

Die gesetzlichen Leistungen bleiben in jedem Modell gleich. Unterschiedlich ist, an wen man sich im Krankheitsfall zuerst wendet — alternative Modelle können die Prämie senken. Die Unterschiede vergleicht Hausarzt, HMO oder Telmed.

Braucht man eine Zusatzversicherung?

Zusatzversicherungen sind freiwillig und vertraglich ausgestaltet. Ob sie sich lohnen, hängt davon ab, welche Leistungen tatsächlich genutzt werden. Leistungen, Prämien, Bedingungen und Aufnahmepraxis unterscheiden sich. Bei einem Neuantrag sind Gesundheitsfragen möglich; eine Aufnahme ist nicht garantiert. Siehe Grundversicherung oder Zusatzversicherung.

Krankenkasse wechseln

Die Grundversicherung lässt sich jährlich prüfen. Für einen ordentlichen Wechsel per 1. Januar muss die Kündigung grundsätzlich bis 30. November eintreffen. Das Vorgehen beschreibt die Anleitung zum Kassenwechsel.

Die Perspektive internationaler Haushalte behandelt die Krankenkasse für Expats in der Schweiz.

Bestehende Verträge

Sie leben schon länger hier? Das lohnt sich zu prüfen

Nach einigen Jahren in der Schweiz ist die wichtigste Versicherungsentscheidung selten ein neuer Abschluss, sondern eine Überprüfung. Prämien verändern sich, Lebensumstände ebenso — und Verträge, die einmal gepasst haben, passen später vielleicht nicht mehr.

Grundversicherung

  • aktuelle Prämie
  • Versicherungsmodell
  • Franchise
  • Unfalldeckung
  • aktueller Kanton und Prämienregion

Zusatzversicherungen

  • tatsächlich genutzte Leistungen
  • Wünsche zur Spitalwahl
  • Ausschlüsse und Bedingungen
  • doppelter Schutz
  • Passung zu den heutigen Bedürfnissen

Hausrat und Haftpflicht

  • aktuelle Versicherungssumme
  • Haushalts- und Familiensituation
  • Doppelversicherungen
  • Anpassungen nach einem Umzug

Familie und Einkommen

  • heutige finanzielle Abhängigkeiten
  • Begünstigungen
  • bestehende Arbeitgeber- und Vorsorgeleistungen
  • Abhängigkeit von einem Einkommen

Langfristige Vorsorge

  • Situation der Pensionskasse
  • Säule 3a
  • Todesfallschutz
  • Lücken bei Erwerbsunfähigkeit
  • erwartete Aufenthaltsdauer in der Schweiz
Eine Überprüfung kennt drei Ergebnisse

Was bleibt, was wird angepasst und was braucht es nicht? Ein Wechsel ist ein mögliches Ergebnis — nicht das Ziel.

Haftpflicht & Hausrat

Privathaftpflicht und Hausratversicherung

Privathaftpflicht

Die Privathaftpflichtversicherung ist in der Schweiz grundsätzlich freiwillig, kann aber vor erheblichen Forderungen schützen, wenn man unabsichtlich Personen- oder Sachschäden verursacht. Im Mietverhältnis wird sie häufig erwartet; in der Regel sind die im gleichen Haushalt lebenden Personen gemäss den Vertragsbedingungen mitversichert.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung schützt bewegliche Sachen gegen versicherte Gefahren wie Feuer, Wasser, Elementarereignisse und Diebstahl — je nach Vertrag. In einzelnen Kantonen bestehen Vorgaben, insbesondere zur Feuer- und Elementarschadendeckung. Versicherungssummen und typische Lücken behandelt die Hausratversicherung erklärt.

Hausrat und Privathaftpflicht werden oft im Paket angeboten, decken aber völlig unterschiedliche Risiken ab und sollten getrennt beurteilt werden.

Unfallversicherung

Wie funktioniert die Unfalldeckung?

Angestellte in der Schweiz sind über die obligatorische Unfallversicherung gegen Berufsunfälle versichert. Wer mindestens acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, ist zusätzlich gegen Nichtberufsunfälle gedeckt.

Wer nicht vollständig über die obligatorische Unfallversicherung gedeckt ist — etwa ohne Erwerbstätigkeit, mit tieferem Pensum oder selbstständig ohne freiwillige Deckung — benötigt in der Regel den Unfalleinschluss in der Grundversicherung.

8+ Stunden
pro Woche beim selben Arbeitgeber
Ab dieser Schwelle gilt die Deckung von Nichtberufsunfällen in der Regel über die obligatorische Unfallversicherung des Arbeitgebers.
Die Unfalldeckung des Arbeitgebers gilt persönlich

Sie versichert nur die angestellte Person. Partnerin, Partner und Kinder sind nicht automatisch mitversichert; die Grundversicherung ersetzt sie ebenfalls nicht.

Familien & Kinder

Versicherungen für internationale Familien

Eine Familienpolice in der Grundversicherung gibt es in der Schweiz nicht. Jedes Familienmitglied hat einen eigenen Vertrag — deshalb wird Familienschutz am besten Person für Person betrachtet.

Jede Person

  • Kinder benötigen ab Geburt eine eigene Grundversicherung.
  • Erwachsene und Kinder können unterschiedliche Versicherer, Modelle und Franchisen haben.
  • Die Unfalldeckung richtet sich nach der Situation jedes Familienmitglieds.
  • Zusatzschutz wird Person für Person abgeschlossen.

Der Haushalt

  • Hausrat und Haftpflicht können mehrere Haushaltsmitglieder umfassen.
  • Einkommens- und Todesfallschutz wird relevanter, wenn Angehörige abhängig sind.

Die Entscheide rund um Schwangerschaft und Geburt behandelt unsere Seite zur Baby-Versicherung.

Todesfall & Einkommen

Todesfall-, Invaliditäts- und Einkommensschutz

Für Haushalte, die von Erwerbseinkommen abhängen, ist die Krankenversicherung nur ein Teil der finanziellen Absicherung. Eine schwere Erwerbsunfähigkeit oder ein Todesfall kann eine Lücke zwischen den gesetzlichen und beruflichen Leistungen und dem tatsächlichen Bedarf schaffen.

Bestehende Leistungen
Bedarf des Haushalts
Verbleibende Lücke

Privater Schutz wird erst dort relevant, wo nach den bestehenden gesetzlichen, beruflichen und arbeitgeberseitigen Leistungen eine echte Lücke bleibt. Der erste Schritt ist deshalb die Frage, was bereits gedeckt ist.

Vorsorge

Säule 3a und langfristige Planung

Die Säule 3a ist die steuerlich begünstigte gebundene Vorsorge für Personen mit Schweizer Erwerbseinkommen. Sie ist nicht dasselbe wie eine Lebensversicherung und kann über unterschiedliche Anbieter und Lösungen ausgestaltet werden. Gerade bei internationaler Mobilität zählt die Flexibilität.

Steuern

Beiträge sind im gesetzlichen Rahmen steuerlich begünstigt.

Langfristig

Das Kapital bleibt bis auf gesetzlich definierte Ausnahmen bis zur Pensionierung gebunden.

Flexibilität

Bank-, Anlage- und Versicherungslösungen unterscheiden sich bei Kosten, Flexibilität und Bindung.

Internationale Planung

Die Aufenthaltsdauer zählt. Risikoschutz und langfristiges Sparen gehören getrennt beurteilt.

Die strukturellen Unterschiede vergleicht Säule 3a oder 3b; den grösseren Vorsorgekontext zeigt unsere Seite zur dritten Säule.

Neu zugezogen

Neu in der Schweiz?

Wer neu Wohnsitz in der Schweiz genommen hat, muss die Grundversicherung in der Regel innert drei Monaten abschliessen. Bei fristgerechtem Abschluss beginnt der Schutz mit dem Eintritt der Versicherungspflicht; ab diesem Zeitpunkt sind auch die Prämien geschuldet. Für bestimmte internationale Situationen bestehen Sonderregeln und Befreiungsmöglichkeiten.

Fristen, Ausnahmen und die ersten praktischen Schritte behandelt die Krankenversicherung nach dem Zuzug in die Schweiz.

Lebensereignisse

Wann sollte man Versicherungen überprüfen?

Diese Ereignisse sind konkrete Anlässe, die passenden Bereiche des bestehenden Schutzes erneut anzuschauen.

Umzug in einen anderen Kanton
Prüfen
  • Krankenversicherung
  • Hausrat & Haftpflicht
  • kantonale Anforderungen
Neue Anstellung oder neues Pensum
Prüfen
  • Unfallversicherung
  • Pensionskasse
  • Einkommensschutz
Heirat, Trennung oder Scheidung
Prüfen
  • Hausrat & Haftpflicht
  • Begünstigungen
  • Einkommensschutz
Geburt eines Kindes
Prüfen
  • Krankenversicherung
  • Hausrat & Haftpflicht
  • Todesfall & Einkommensschutz
Wohneigentum oder Hypothek
Prüfen
  • Sachschutz
  • Haftpflicht
  • Todesfall & Einkommensschutz
Schritt in die Selbstständigkeit
Prüfen
  • Unfallversicherung
  • Vorsorge
  • Todesfall & Einkommensschutz
Geplanter Wegzug aus der Schweiz
Prüfen
  • Krankenversicherung
  • Vorsorgeguthaben
  • private Verträge
Häufige Fehler

Häufige Fehler — und wie man sie vermeidet

01
Versicherungen als reines Zuzugsthema sehen

Auch bestehende Verträge gehören regelmässig auf den Prüfstand.

02
Die Grundversicherung nur über die Prämie beurteilen

Modell, Franchise und Serviceverständnis zählen ebenso.

03
Unfalldeckung doppelt bezahlen

Doppelte Unfalldeckung vermeiden.

04
Zusatzversicherungen vorschnell kündigen

Ersatzschutz bestätigen lassen, bevor ein bestehender Vertrag endet.

05
Annehmen, eine Police decke die ganze Familie

Individuellen und gemeinsamen Schutz den richtigen Personen zuordnen.

06
Doppelten Schutz bezahlen

Hausrat, Haftpflicht, Reise-, Arbeitgeber- und Kartenleistungen auf Überschneidungen prüfen.

07
Die Säule 3a automatisch als Versicherung verstehen

Vor einer langfristigen Bindung die Art der Lösung prüfen.

08
Nach Veränderungen nie prüfen

Grössere Veränderungen als Anlass für die passenden Abschnitte oben nutzen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Versicherungen für Expats in der Schweiz

Kann eine ausländische oder internationale Krankenversicherung die Grundversicherung ersetzen?
Für die meisten versicherungspflichtigen Personen ersetzt eine ausländische oder internationale Deckung die Schweizer Grundversicherung nicht automatisch. Für bestimmte Gruppen bestehen Befreiungsmöglichkeiten oder eine Unterstellung unter ein anderes System aufgrund internationaler Regeln. Über eine Befreiung entscheidet die zuständige kantonale Stelle.
Was passiert mit meinen Versicherungen, wenn ich die Schweiz verlasse?
Die obligatorische Krankenversicherung endet in der Regel mit dem Ende des Wohnsitzes in der Schweiz; die Versicherer verlangen einen Nachweis der Abmeldung. Zusatz-, Hausrat- und Haftpflichtverträge richten sich nach ihren eigenen Vertragsbedingungen, und Guthaben in der zweiten Säule sowie in der Säule 3a werden gesondert behandelt.
Ist eine Versicherungsberatung auf Englisch möglich?
Ja. Swiss Family Insurance bietet Beratungen auf Englisch an und hilft dabei, die für Ihre Lebenssituation in der Schweiz relevanten Prüffelder zu verstehen.
Nachprüfbar

Offizielle Schweizer Quellen

Behörden und offizielle Informationen
Von Swiss Family Insurance editorial teamZuletzt geprüft September 2026Unabhängige Information und Orientierung
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